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Hier spricht Radio Tyrus

König David

0 Jahre
Veröffentlichung
Laufzeit 70 Minuten
Format Hörspiel
Label / Verlag Bear Family Records
Wenige Geschichten der Bibel sind noch so bekannt wie die vom Hirtenknaben David, der den Riesen Goliath mit einer Steinschleuder bezwang. Über Jahrtausende hat die Gestalt des großen Königs von Israel die Phantasie der Menschen beschäftigt: Ein Kriegs- und Frauenheld, ein Dichter und Sänger, ein genialer Staatsmann, großer Untaten fähig, aber auch bereit zu tiefer Einsicht und Reue. Die Rückschau verklärte seine Epoche zu einem idealen Zeitalter. Bis heute erwarten viele Gläubige der jüdischen und christlichen Religion am Ende aller Tage ein Gottesreich nach dem Vorbild der Königsherrschaft Davids.Gelegenheit für die Journalisten des altphönizischen Rundfunks Radio Tyrus, sich mit der Geschichte des Nachbarvolkes und ihres neuen Königs näher zu beschäftigen: Ein Söldnerführer aus einfachsten Verhältnissen, der mit politischer Klugheit und militärischem Geschick ein orientalisches Grossreich zusammengerafft hat. Ein Stammesverband ärmlicher Kleinviehnomaden und Bauern, der nun als Volk Israel in die Weltgeschichte eintritt.Ein Märchenkönig, eine Legendengestalt? Wer die alten Erzählungen im Original nachliest (in den Büchern Samuel des Alten Testaments), der ist erstaunt, wie schonungslos realistisch, lebensnah und nüchtern jene Zeit in der Bibel beschrieben wird. Es ist eine Zeit des politischen Umbruchs, in der Krieg und Mord, skrupelloser Machtpoker und politische Intrigen an der Tagesordnung sind. Am Ende steht ein geeintes Volk und ein neuer Staat, der unter der Führung eines genialen militärischen und politischen Strategen den halben Vorderen Orient beherrscht. David hat die Stämme Israels zu einem mächtigen Reich vereinigt und gibt dem Land eine neue Hauptstadt: Jerusalem. In einem feierlichen Zug führt er die Bundeslade, das uralte Stammesheiligtum seines Volkes, in die neu eroberte Stadt.Unter den kritischen Augen der Reporter treten auch die verdeckten Widersprüche ans Licht: Festjubel und Einheitskater, strahlendes Heldentum und skrupelloser Machtmissbrauch, fromme Ergriffenheit und religiöse Propaganda, echte Liebe und finstere Haremsintrigen. Was hat das mit dem gemeinsamen Stammesgott Jahwe zu tun, an dem die Israeliten gegen alle kulturellen Bräuche der Umwelt hartnäckig festhalten?

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